Gehegeideen für Kaninchen

Kaninchengehege lassen sich auch mit wenig Geld phantasievoll gestalten. Ein paar Gehegeteile, ein Katzenklo, ein Häuschen, eine Wasserschüssel, Teppiche, fertig. Geht man mit offenen Augen durch Möbelhäuser u.ä., findet man oft tolle und günstige Sachen, die man für die Tiere zweckentfremden kann.

Ein Beispiel aus unserer Anfangszeit:

Die Teppiche stammen von Möbelix und Mömax, die länglichen Häuschen sind Apa-Boxen von Ikea (zurechtgebastelt und Seitenteile entfernt), das erhöhte Häuschen ist ein Nachtkästchen ohne Schubladen von Ikea, die große weiße Kloschale ist ebenfalls von Ikea (in der Aufbewahrungs-Abteilung zu finden).
Das Korb-Häuschen ist ein alter Kaminholz-Korb, kopfüber aufgestellt, die Griffe wurden entfernt.

Die Heuraufen-Wand ist eine Eigenkonstruktion.
Hierfür wurden zwei Holzplatten (Baumarkt) zu einem Winkel verbunden, rechts wurde ein Rundbogen ausgesägt als Durchgang. Die Raufen hängen einfach auf je zwei Ringen, die eingeschraubt werden.

Auf Pinterest haben wir eine kleine Sammlung schöner Gehege-Ideen zusammengestellt:

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Wie hält man Hamster am besten?

Immer alleine! Hamster können nur zusammen gehalten werden, solange sie noch „Kinder“ sind. Mit Einsetzen der Geschlechtsreife beginnen teilweise bittere Revierkämpfe, bei denen die Tiere einander schwer verletzen können! Auch in der Natur verlassen die Hamster mit der Geschlechtsreife ihre Familie und stecken in einer anderen Gegend ihr eigenes Revier ab.

Tagsüber braucht der Hamster Ruhe, um zu schlafen. Nachts, in seiner aktiven Zeit, kann es zuweilen auch ganz schön laut zugehen, z.B. wenn er in seinem Rad läuft. Stellen Sie seinen Käfig bzw. sein Gehege daher nicht in Ihr Schlafzimmer!

KÄFIG, GEHEGE ODER DOCH EIN TERRARIUM?

Die Art der Behausung bleibt natürlich dem Halter selbst überlassen, jedoch ist darauf zu achten, dass der Hamster genügend Bewegungsfreiheit zum Laufen, Klettern und Buddeln hat. Die im Handel erhältlichen bunten Plastik-Käfige sehen vielleicht niedlich aus, sind in den meisten Fällen aber absolut ungeeignet. Einerseits sind sie viel zu klein, andererseits unhygienisch, da man die Röhren nur schlecht reinigen kann. Versteckt z.B. der Hamster sein Futter darin, oder hinterlässt er seinen Kot in einer Röhre, beginnt es irgendwann zu faulen und es bilden sich Krankheitserreger. Achten Sie sowohl bei der Behausung, als auch bei der Ausstattung darauf, dass alles leicht zu reinigen ist.

Am einfachsten – und wahrscheinlich auch am schönsten – ist wohl ein Hamsterterrarium. Hierzu eignet sich ein großes Aquarium (gibt es auf diversen Plattformen bereits um kleines Geld bis gratis). Wichtig ist eine luftdurchlässige Abdeckung (Gitter), damit der Hamster nicht nach oben entschlüpfen kann.

AUSSTATTUNG

Hamster-Spielplatz

Bei der Ausstattung des Hamster-Reviers sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Hamster lieben Abenteuer-Spielplätze, in den sie herumwuseln, klettern und ihr Futter suchen und verstecken können. Das können Häuschen, Brücken, Röhren oder ähnliches sein. Ein Sandbad sollte keinesfalls fehlen, Hamster baden gerne darin, und es dient der Fellreinigung. Der beste Sand dafür ist speziell abgerundeter Chinchilla-Sand.

Ein Laufrad gehört ebenso zur Grundausstattung. Greifen Sie hier nicht zu den billigsten Rädern, kaufen Sie kein Laufrad mit Sprossen, da der Hamster darin hängen bleiben und sich schwer verletzen kann. Außerdem sollte das Rad groß genug sein, dass das Tier darin gerade – ohne gekrümmtem Rücken – laufen kann, ansonsten sind Wirbelsäulenschäden vorprogrammiert! Die Devise lautet also: lieber eine Nummer größer als zu klein. 

Was brauchen glückliche Meerschweinchen?

Meerschweinchengruppe

Meerschweinchen sind Rudeltiere. In ihrer Heimat leben Meerschweinchen stets in Gruppen. Eine artgerechte Haltung  ist daher nur mit mindestens einem Partner, besser mehreren, gewährleistet. Was allerdings nicht bedeutet, dass alle Meerschweinchen sich miteinander verstehen. Auch bei Meerschweinchen gibt es z.B. Kämpfe um die Rangordnung.
Meerschweinchen brauchen viel Freilauf, ein handelsüblicher Käfig wird diesem Bedürfnis nicht gerecht! Ein großes Gehege mit einer MINDESTfläche von 50 cm² PRO TIER mit Versteckmöglichkeiten ist daher Grundvoraussetzung für eine glückliche Meerschweinchenfamilie. Zu groß kann ein Gehege natürlich nie sein.

Meerschweinchen sind reine Pflanzenfresser!
Sie ernähren sich von Heu, frischem Obst und Gemüse, wie z. B. Karotten, Sellerie, Gurken, Salat (Endivien oder Eisberg – keinen Kopfsalat, hohe Nitratwerte!), Äpfeln etc. sowie Kräutern wie Petersilie, Spitzwegerich, Löwenzahn, usw.

Bitte getreidefrei!!

Körnerfutter kann die Verdauung beeinträchtigen, zu Fettleibigkeit führen und die Lebenserwartung des Meerschweinchens drastisch reduzieren. Füttern Sie daher getreidefrei!

Das Trinkwasser sollte täglich 2 x gewechselt werden. Ein Trinknapf ist natürlicher und artgerechter als eine Nippeltränke.

Außerdem sollten Meerschweinchen Obstbaumzweige zum Nagen bekommen, dies fördert den Zahnabrieb.
Hartes Brot ist ungeeignet, da es im Maul nur aufgeweicht wird und daher entgegen der weitverbreiteten Meinung NICHT dem Zahnabrieb dient. Außerdem enthält es Getreide (s.o.) und oftmals sogar Schimmelsporen, welche für uns Menschen noch unsichtbar sind.

Krallen regelmäßig kürzen!
In ihrer südamerikanischen Heimat leben Meerschweinchen in Höhen bis zu 4200 Meter. Die karge Nahrung muss durch Graben und Scharren auf hartem Untergrund beschafft werden. Dadurch nutzen sich die Krallen der Tiere ständig ab. In unseren Breitengraden haben sie diese Möglichkeit nicht, denn selbst bei Außenhaltung finden die Tiere meist nur relativ weichen Boden, der die Krallen nicht oder nur ungenügend abwetzt. Die Krallen müssen daher regelmäßig gekürzt werden, da sie sonst in die Fußballen einwachsen können und nur schwer zu behandelnde Abszesse verursachen können.

Zahngesundheit:
Grundsätzlich sollten Meerschweinchenbesitzer die Zahngesundheit ihrer Schützlinge im Auge haben. Zahnfehlstellungen sind durch das lebenslange Zahnwachstum und fehlende Nagemöglichkeiten beim Meerschweinchen leider weit verbreitet. Wichtig ist es, Obstbaumzweige zum Benagen anzubieten, um eine gleichmäßige Abnutzung der Zähne zu gewährleisten. Sowohl die Schneidezähne als auch die Backenzähne sollten regelmäßig vom Tierarzt auf korrektes Wachstum überprüft werden.


Was brauchen glückliche Kaninchen?

Kaninchen sind sehr bewegungsfreudige Tiere. Sie brauchen viel Platz zum hoppeln, springen und Haken schlagen. 

Ein handelsüblicher Käfig eignet sich dazu in keinster Weise! Man geht bei Innenhaltung von einem Richtwert von 2 m² pro Tier – also mindestens 4 m² bei einem Pärchen – aus. Für jedes weitere Kaninchen sind je 2 m² hinzuzurechnen. Bei Außenhaltung kommen noch mindestens 2 m² dazu.
Geeignete Gehege können von einem halbwegs geschickten Heimwerker relativ leicht selbst gebaut werden, und das noch dazu günstiger als ein Käfig kosten würde.
>> Gehegeideen für Kaninchen

Außerdem brauchen Kaninchen mindestens ein Partnertier und abwechslungsreiche, rohfaserreiche Ernährung ohne Getreide.

Meerschweinchen sind als Partner für Kaninchen nicht geeignet!
Meerschweinchen und Kaninchen haben ein völlig unterschiedliches Sozialverhalten, bestenfalls leben die Tiere nebeneinander her. Was für uns Menschen danach aussieht, als wären sie „beste Freunde“, ist in Wahrheit nur ein Arrangement, weil sie ja sonst niemanden haben, um ihre Bedürfnisse auszuleben. Dies gilt genauso für Katzen, Hunde, und was sich sonst noch so als Partneralternative anbietet. Aber: Kein Mensch, kein anders geartetes Tier kann ein Kaninchen als Partner ersetzen!

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Kleine Kräuterkunde

Kräuter können unterstützend wirken, ersetzen aber NIE den Gang zum Tierarzt! Alle hier zur Verfügung gestellten Informationen über die Wirkungsweisen wurden sorgfältig gesammelt, stellen aber lediglich einen Anhaltspunkt zur Verwendung dar. Für die Vollständigkeit der Angaben können wir nicht garantieren, auch sind eventuelle Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen. Es empfiehlt sich immer, einen Tierarzt zu Rate zu ziehen!

Lagerung
Getrocknete Blüten, Blätter, Kräuter und Gräser können einen Restfeuchtigkeitsgehalt von bis zu 15% haben. Dies muss bei der Lagerung beachtet werden – nicht zu warm, trocken, keiner direkten Sonne aussetzen!
Zum Schutz vor Schädlingen können Trockenprodukte im Tiefkühlfach (in einem geschlossenen Behälter) gelagert werden!

A – Z

Brennessel
Wirkstoffe: Chlorophylle, Carotinoide, Gerbstoffe, Vitamine, Mineralsalze, Beta-Sitosterine und (in den Brennhaaren) Histamine, Kieselsäure, Silizium, Kalium
Wirkung: entschlackend, blutreinigend, harntreibend, stärkt das Immunsystem
Hinweis: Bei Überdosierung können aufgrund der harntreibenden Wirkung Nierenschäden auftreten

Dille
Wirkstoff: ätherisches Öl
Wirkung: gegen Blähungen, appetitanregend, soll die Milchbildung anregen

Echinacea/ Sonnenhut rot
Wirkstoffe: ätherische Öle, Polyine, Alkamide, Kaffesäurederivate, Betainhydrochlorid, Pyrrolizidinalkaloide, Polysaccharide
Wirkung: Immunsystem stärkend, desinfizierend

Gänseblümchen
Wirkstoffe: Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine, ätherische Öle (geringe Menge), Flavone
Wirkung: Stoffwechselanregend, schmerz- und krampflösend, appetitfördernd, blutreinigend, fördert Wundheilung bei Entzündungen der Haut und Schleimhaut

Heidelbeeren
Wirkstoffe: Gerbstoffe, Flavonoide, Mineralstoffe, Fruchtsäure, Vitamine, Phenole, Anthocyane
Wirkung: antioxidativ, entzündungshmmend, stressmindernd, immunsystemstärkend, getrocknet gegen Durchfall
Hinweis: Heidelbeeren bekämpfen bei Durchfall nur die Symptome, aber nicht die Ursache!

Himbeerblätter
Wirkstoffe: Flavonoide, Gerbstoffe, organische Säuren
Wirkung: gegen leichten Durchfall, zum Spülen/Gurgeln bei Schleimhautentzündungen

Johanniskraut
Wirkstoffe: Hypericin, Ätherische Öle, Flavonoide, Harze, Gerbstoffe, Rhodan, Phlobaphene
Wirkung: beruhigend, antidepressiv, kreislaufstabilisierend
Hinweis: Johanniskraut macht lichtempfindlich, bei Anwendung pralle Sonne meiden

Kamille
Wirkstoffe: ätherische Öle, Chamazulen Bisabolol, Bitterstoffe, Cumarin, Flavonglykoside, Cholin, Schwefel, Kalzium
Wirkung: krampfstillend, entzündungshemmend, beruhigend, austrocknend, blähungshemmend, wundheilend, innerliches Haupteinsatzgebiet Magen-/ Darmbereich
Hinweis: kann aufgrund der entkrampfenden Wirkung vorzeitige Wehen auslösen, Kamille darf NICHT im Auge angewendet werden, führt zur Austrocknung und somit Erblindung des Auges

Kerbel
Wirkstoffe: Flavonoide, Bitterstoffe, Apiin, ätherisches Öl, Zink
Wirkung: magenstärkend, blutreinigend und entwässernd. Das ätherische Öl und die Bitterstoffe regen die Nierentätigkeit und die Verdauung an.

Löwenzahn
Wirkstoffe: Bitterstoffe, Taraxin, Sterole, Phenolkarbonsäure, Kumarin, Flavonoide, Inulin, Kalium
Wirkung: entschlackend, blutreinigend, bei Leber- und Gallenerkrankungen, Magen-/ Darmbeschwerden, Blähungen, Verdauungsbeschwerden, harntreibend, appetitanregend, stoffwechselanregend, milchfördernd
Hinweis: für stillende Weibchen mit großer Wurfzahl – milchfördernd. Kann den Urin rot färben.

Malvenblätter
Wirkstoffe: Hauptwirkstoff Pflanzenschleim
Wirkung: reizlindernd, einhüllend bei Husten oder Entzündungen in Mund- und Rachenraum

Mariendistel
Wirkstoffe: Flavone, Bitterstoffe
Wirkung: leberreinigend, entgiftend, verdauungsregulierend, äußerst gesunde Rohfaser

Melisse
Wirkstoffe: ätherische Öle, Mineralstoffe, Gerb- und Bitterstoffe, Flavonoide
Wirkung: beruhigend

Petersilie (Stängel, Blätter, Wurzeln)
Wirkstoffe: Myristicin, Apiol, Allyltetramethoxylbenzol, Flavonoide, Cumarine, ätherische Öle
Wirkung: appetitanregend, krampflösend
Hinweis: Kann bei schwangeren Tieren in Überdosierung zu Fehlgeburten führen, nicht bei Nieren- und Blasenerkrankungen anwenden

Pfefferminzblätter
Wirkstoffe: ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, B-Vitamine, Flavonoide, Kalium, Calzium, Katalase, Menthol, Peroxydase
Wirkung: krampflösend, appetitanregend, desinfizierend, gegen Magen- und Darmprobleme
Hinweis: Nicht für den Dauergebrauch geeignet

Ringelblumenblüten
Wirkstoffe: ätherische Öle, Calendulasaponine, Glykoside, Sapogenin, Carotinoide, Xanthophyll, Bitterstoffe, Schleim, Flavonoide, Fermente, organische Säuren
Wirkung: blutreinigend, zusammenziehend, Kreislauf stärkend, Wundheilung bei Entzündungen, Riss-, Quetsch- und Brandwunden, Tee bei Gallenbeschwerden

Rosenblätter
Wirkstoffe: hoher Vitamin C-Gehalt, Gerbstoffe, Flavonoide, Pectine, Saccharose, Vanillin, Carotinoide
Wirkung: Herz- und Kreislauf stärkend, blutreinigend

Rosenblüten und -knospen
Wirkstoffe: Gerbstoffe, ätherische Öle, Antocyane, Flavonglykoside
Wirkung: wurde früher gegen Durchfall verwendet

Rotkleeblüten
Wirkstoffe: Gerbstoffe, Glykoside, phenolische Substanzen, Isoflavone
Wirkung: Schleimhautentzündungen im Rachenraum und Darm

Salbei
Wirkstoffe: Gerbstoffe, ätherische Öle, Flavonoide, Diterpene, Triterpene, hoher Anteil an Spurenelementen (speziell Eisen, Magnesium und Zink).
Wirkung: desinfizierend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd; gegen Blähungen und Durchfall, als Kompresse bei kleinflächigen oberflächlichen Hautentzündungen, als Tee zum Spülen bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie gegen starkes Schwitzen.
Hinweis: wirkt abstillend, daher nicht bei trächtigen und stillenden Tieren anwenden

Schafgarbe
Wirkstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Cumarine, Flavonoide, Tanningerbstoffe, Chamazulen, Salizylsäure, Sesquiterpene, Zineol
Wirkung: bei Magen-/ Darmbeschwerden, Durchfall, Appetitlosigkeit, wirkt entkrampfend
Hinweis: kann aufgrund der entkrampfenden Wirkung vorzeitige Wehen auslösen

Sellerie
Wirkstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, ätherische Öle, Flavonoide
Wirkung: appetitanregend, verdauungsfördernd, belebend, harntreibend
Hinweis: Schwangere und Patienten mit Nierenleiden sollten auf größere Mengen Sellerie verzichten

Spitzwegerich
Wirkstoffe: Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vit. C, antibiotische Stoffe, Aucubin
Wirkung: appetitanregend, bei Magen- und Darmschleimhautentzündung, bei Husten und fiebrigen Bronchialleiden

Weißdorn
Wirkstoff: Flavonoide, oligomere Procyandine, biogene Amine
Wirkung: bei Herz- und Kreislaufbeschwerden, bei altersbedingten Degenerationserscheinungen am Herzmuskel und sklerotischen Veränderungen der Herzkranzgefäße. Zur Linderung und vorbeugend.

Hamster – Allgemeines

Hamster sind Nagetiere, gehören zur Überfamilie „Mäuseartige“ (Muroidea) und werden meist der Familie der „Wühler“ (Cricetidae) zugeordnet. Sie werden entsprechend ihrer Größe in Zwerg-, Mittel- und Großhamster unterschieden.

Hamster sind abend- und nachtaktive Tiere, die am Tage schlafen. Daher sind die kleinen Nager für kleinere Kinder eher ungeeignet. Reißt man einen Hamster aus seinem Schlaf, so ist dies nicht nur für das Tier ungesund, sondern kann unter Umständen auch für den Menschen schmerzhaft werden, da ein Hamster durchaus auch einmal mit seinen Zähnchen zwicken kann, wenn er in seiner Ruhe gestört wird.

Meerschweinchen – Allgemeines

Das Meerschweinchen ist ein Nagetier von rundlicher, untersetzter Gestalt.
Es wird etwa 22 bis 35 cm groß, das Gewicht beträgt bei erwachsenen Weibchen zwischen 600 und 1200 g, bei erwachsenen Männchen zwischen 800 und 1600 g. Männchen haben meist einen etwas runderen und/oder größeren Kopf als Weibchen.
Die Nase ist abgerundet und stumpf, der Mund klein. Meerschweinchen haben eine „Hasenscharte“ und lange, ausgeprägte Tasthaare an den Oberlippenseiten.
Die Ohren sind klein und fast nackt.
Der Hals ist sehr kurz, die Beine sind ebenfalls kurz und relativ schlank. Meerschweinchen haben keinen Schwanz, wohl aber Schwanzwirbel.
Als Nagetier hat das Meerschweinchen je zwei Nage- bzw. Schneidezähne an Ober- und Unterkiefer.

Meerschweinchen kommen ursprünglich aus Südamerika, wo heute noch verschiedene Gattungen im kargen Grasland, aber auch im Gebirge auf 4000 m Höhe leben.

Die Lebenserwartung eines Meerschweinchens kann bis zu 10 Jahre betragen.

Kaninchen – Allgemeines

Eines vorweg: Kaninchen gehören nicht zu der Familie der Nagetiere, wie sehr oft angenommen wird. Zoologisch korrekt gehören sie zu den Hasentieren (Lagomorpha). Das wichtigste Merkmal, das die Hasentiere von den Nagetieren unterscheidet, ist ein kleines Zahnpaar (die sog. Stiftzähne), das dicht hinter den großen Nagezähnen sitzt. Die echten Nagetiere besitzen dieses Zahnpaar nicht. Nach heutiger Ansicht sind die Hasentiere nicht einmal weitläufig mit den Nagetieren verwandt, haben also keine gemeinsamen Vorfahren.

Die Hasentiere werden in zwei Familien unterteilt:
Zum einen gibt es die Familie der Pfeifhasen (Ochotonidae) mit 15 Arten kleiner Hasentiere, die Hamstern oder Meerschweinchen sehr ähnlich sehen und sich untereinander durch Pfeifen verständigen. Die Pfeifhasen leben in den Gebirgen Asiens und Nordamerikas.
Die zweite und weitaus größere Familie sind die Hasenartigen (Leporidae) mit rund 45 Arten. Zu den Leporidae zählen alle Arten, die wir als Hasen und Kaninchen bezeichnen.

Bei den Haustieren ist immer wieder von „Stallhasen“ oder Zwerghasen“ die Rede. Diese Bezeichnung ist zoologisch aber nicht korrekt, da alle Rassen der Hauskaninchen vom Wildkaninchen abstammen. Es gibt Unterschiede in Größe und Körperbau (Ohren und Beine des Kaninchens sind wesentlich kürzer als die eines Hasen), Tragezeit (Hase: 42 – 43 Tage, Kaninchen: 28 – 31 Tage), Wurfgrösse (Hase: 2 – 3 Junge, Kaninchen: bis zu ca. 10 Junge), Lauftempo, etc.